| Bernhard Bauser Kurzbiographie: Geboren 1961
in Köln, Jugend bei Stuttgart, |
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Bernhard Bauser, Ahornstraße 20, 63533 Mainhausen Tel: 06182 / 8206057 Mobil: 0160 91922016 e-mail: b.bauser@web.de
Spucke Der glatte Asphalt ist von einem grauen Schmutzfilm bedeckt und von Hunderten kleiner Speichelpfützen gesprenkelt. Sie sind frisch oder schon halb eingetrocknet oder vom Drauftreten verschmiert. Manche der frischen haben eine gallerthafte Konsistenz, sie heben sich vom Boden ab, da sehen sie fast aus wie ungelutschte Bonbons. Andere haben gelbe Schlieren oder scheinen ganz aus Eiter zu sein, andere wieder sind ganz rot vom beigemischten Blut, kleine Lachen, aber ihre Höhe und die gezackten Ränder zeigen, hier tropfte das Blut nicht, es wurde ausgeworfen. Andere der Pfützen sind auseinandergezogen und laufen in dünnen feuchten Kanälen aus, zentimeter- oder meterlang. Vielleicht gelang es nicht auf Anhieb, die gesamte Menge auszustoßen, der Rest hing an einem langen Schleimfaden noch an der Lippe. Wenn derjenige gerade nicht stand sondern ging, mußte er aufpassen, daß das Zeug nicht auf seiner Hose landete. Er konnte sich zur Seite drehen, sich vorbeugen und einfach warten, bis der Rest abtropfte und dem ein bißchen nachhelfen, indem er die Lippen zusammenpreßte. Allerdings konnte sich der Schleimfaden in der Mitte teilen und der obere Rest auf die Lippen zurückschnellen. Der Handrücken wischte es ab. Später, beim Trocknen auf dem Asphalt oder den Fliesen der U-Bahnschächte verschwindet das Gallerthafte, der Spuckflecken zieht sich in die Breite, wird flacher. Vielleicht schäumen anfangs noch einige weißliche Blasen auf der Spitze des noch warmen Speichelhügels, auch die verschwinden mit der Zeit. Vielleicht tritt einer drauf, und die Spucke zieht sich auf die Schuhsohlen, wo sie auf Reste von Hundescheiße und ausgespuckten Kaugummis trifft. Einige der Flecken sind klein, da hat jemand ein Quentchen Spucke einfach zwischen die Lippen genommen und mit kräftigem Luftstoß herauskatapultiert. Vielleicht war er mit Freunden zusammen, und auch denen schoß es immer wieder zwischen den Lippen heraus. Die größeren Batzen verdanken sich eher Leuten, die allein unterwegs sind, nachts, unbeobachtet, wie sie denken. Es beginnt mit einem lauten, tief hinten in der Kehle mit kehligem Laut anhebenden, dann in dunkleren Tonlagen grollenden, zuletzt in einem hohen, sprudelnden Luftlaut endenden Räuspern, gefolgt von einer kurze Pause, in der die Kraft anschwillt, woraufhin der Batzen in einer zischenden Explosion aus dem Mund geschleudert wird, im Bogen fällt und auf den Boden klatscht.
Generationenkonflikt Oma bekommt zum Nachtisch eine Kaki serviert. "Des ess i net." Tochter und Enkel reißen den Stiel heraus und fangen an, die Schale abzuziehen. Das geht ziemlich schwer, die Früchte sind reif und weich, sie rutschen ihnen immer wieder aus dem Griff. Oma sieht zu, dann macht sie es ihnen nach. Sie will ebenfalls die Schale abziehen, doch reißt sie damit die Frucht ganz auf. "So a Glump." Tochter und Enkel löffeln das Fruchtfleisch aus, Oma ist noch dabei, Schale und Fleisch zu trennen. "So was kauft mer net. A Kiste Äpfel, des lassi mir gfalln. Aber so was." Tochter und Enkel schaben das letzte Fleisch von den am Teller klebenden Schalenfetzen. Oma sticht mit dem Löffelchen ins Herz der Frucht und befördert unter Schmatzgeräuschen kleine Fruchtfleischbrocken mit Kakisaft hervor. "Wirst ja net fertig damit." "Aber schmecken", meint die Enkelin bemüht, "schmecken tut’s doch, oder?" "Ja", gibt Oma kleinlaut zu, um gleich darauf hinzuzufügen: "So was Schlunziges. A Mohnstrudl wär besser." Schließlich haben Tochter und Enkel es geschafft. Zufrieden lecken sie sich die Finger ab. Oma sieht sich das Massaker auf ihrem Teller an, dann sieht sie auf und fragt jeden einzeln: "Hast es du gegessen?" "Ja natürlich." "Hast es du gegessen?" "Warum auch nicht?" "Hast es du gegessen?" "Na klar." Sie senkt und schüttelt den Kopf. "A Kaki aus Griechenland. Eieiei." Sie wendet sich der Tochter zu. "Verzeih verzeih." Die Tochter sagt: "Da hätt ich viel zu tun." grik ordering Hello Mister,
ai wont Koffi! Ad acta Ein Bekannter,
den ich auf der Straße traf, sagte mir, |
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