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PerVers Opfergaben am Altar geistiger Revolution Niederwerfungen für das Kontroverse Ideologie als PerVersion in Perfektion wenn sie normal sind bin ich das PerVerse schamlos geistesgegenwärtig betreibe ich Unzucht abgrundtief sinnig ist mein Fetisch die Andersartigkeit Erkenntnis kommt gleich nach der Flucht aus der Massenhaltung die auf Anpassung verweist perVers ist mein Gedanke wenn jeder andere zum Streit führt perVers ist meine Tat wenn jede andere auf eigenen Vorteil bedacht perVers ist meine Liebe wenn jede andere zu Tränen rührt perVers ist meine Erkenntnis wenn jede andere aus Verblendung erwacht nackte Finger zeigen auf mich wie Speere meine Minderheit reizt ihre Norm allein die Mehrheit rechtfertigt ihre Heere die alles angreifen was nicht konform perVers will ich sein wenn sie normal sind perVers ist mein Reim wenn er in deine Seele eindringt mit Angst schreite ich durch ihre Reihen gebangt höre ich wie sie von Bruder Frieden sprechen denn Drachen die zum Schutze Feuer speien werden ihr Leid auch am Falschen rächen perVers ist mein Wort wenn jedes andere auf Lügen beruht perVers ist mein Traum wenn jeder andere unerfüllt bleibt perVers ist mein Wesen wenn sich jedes andere auf Schönheit beruft perVers ist meine Berührung wenn jede andere nach Wärme schreit ich komme perVers via geistige Revolution hingebungsvoll kontrovers wenn sie normal sind bin ich die PerVersion in Perfektion. Nackt Ich sehe euch Intimitäten meiden weiß um eure Unnahbarkeit spüre euch eure Seele verschweigen und höre wie sie schreit um Offenbarung bittet fleht gegenüber dem den ihr nicht kennt denn wenn ihr’s euch mal eingesteht war euch auch der beste Freund mal fremd nicht weniger als ich kenn euch nur als Schar von Kritikern und doch entblöß ich mich vor Kopfschüttlern und Abnickern auf einer Bühne stehend schutz- und hüllenlos vor Scham fast vergehend trag ich meine Seele bloß um sie nahezulegen in nicht mehr als einen poetischen Akt verpackt um Einblick zu geben steh ich vor euch splitterfasernackt vor dem Mann der selten tiefer in einer Frau steckte vor der Frau die selten lieber Gleichgeschlechtliche entdeckte warum länger genieren auch wenn sich die Masse von mir entfernt kann nur einer reflektieren dann war es meine Nacktheit wert. Koexistenz Steh ich wirklich hier und schwinge große Reden oder steh ich neben mir und ein andrer zieht die Fäden wie ist die Wirklichkeit und wie erscheint sie dir wenn Realität verschleiert bleibt was existiert dann hier Vermutung Erfahrung oder gar Instinkt subjektive Empfindungen die beliebig wahr machen doch wenn du auf zwei Beinen läufst aber mit einem hinkst betrittst du mit welchem den Boden der Tatsachen es trügt der Schein der mehr Poet ist als ich je sein werde seine fälschliche Auffassung macht zwar kein Reim aber lockt dennoch seine Zuhörer auf falsche Fährte schaust du mich wirklich mit großen Augen an weil du dich und deins in mir erkennst oder doch nur weil du mir nicht folgen kannst dir meine Nase nicht gefällt wenn letzteres zutrifft was gefällt dir an ihr nicht weil ich sie vorn hab wo sie hingehört schau noch mal der Wahrheit ins Gesicht ist’s doch mein Spürsinn der dich stört weichst du von mir aus Abgeneigtheit oder nur um höflich Platz zu machen und verfehlen sich unsre Blicke aus Eitelkeit oder weil Angst und Bange über uns wachen ich bin mir nicht sicher - sicher ist nur der Tod in einer Koexistenz von Realität und Schein mach ich eine Tugend aus der Not und sage: nur ich selbst ergebe Reim. Land unter Wir brechen alle Dämme legen uns in die Flußbetten und saugen auf wie Schwämme was von ihrer Tiefe noch zu retten du irrst wenn du glaubst wir sitzen im gleichen Boot die Trivialität die du verstaust bringt uns erst in Seenot du fürchtest jede Stromschnelle aus Angst über Bord zu gehen wir bet’n um eine Welle groß genug um uns mitzunehmen und waschen unsre Hände in Unschuld auch wenn wir dein Schiff versenken aber ein Ende folgt jeder Geduld die vergeblich versucht deine Wurzel zu tränken wir beschwören deinen Untergang im Blutbad der Havarien wenn die Schlacht beendet die niemand gewann wirst du auf unsrer Seele knien aber man entfernt den Mensch von seiner Oberfläche nur wenn man sie ihm nimmt schlagt die Betten auf für die heiligen Bäche auch wenn es nach Sintflut klingt wir fluten deine Lagunen und entern deine Frachter sie laden Sklavenkommunen zu unser aller Laster wir nehmen den Wind aus deinen Segeln fällen Brücken stürzen Stege richten aus sämtliche Pegel und versperr‘n deine Fluchtwege du flüchtest vor der Flut aber du entkommst ihr nicht nimm noch ‘nen guten Atemzug jetzt heißt’s Land unter statt in Sicht Bach zu Fluß zu Strom zu Meer Wasser Marsch es geht tiefer. |
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